Merkblatt Schulaufnahme

Merkblatt zur Schulaufnahme

– Hinweise für einen erfolgreichen Schulstart –

Kindergärten, Schulen und Eltern sind Erziehungspartner. Die ErzieherInnen in den Kindergärten leisten eine wichtige Vorarbeit für die Schule. Insbesondere gilt dies für manuelle Fertigkeiten wie Ausschneiden, Stifthaltung, aber auch Zählen, Namen schreiben und  logische Zusammenhänge erkennen können. Nicht unterschätzen sollte man vermeintlich ‚alte‘ Tugenden‘ des Sozialverhaltens wie z.B. Rücksichtnahme, Höflichkeit und Zuhören können. Hier handelt es sich um Kompetenzen, die das Leben und Lernen in der Schule erheblich positiv beeinflussen können.

In diesem Zusammenhang ist von grundsätzlicher Bedeutung, dass sich Eltern bewusst sind, dass die eigentliche Hauptaufgabe der Erziehung nach wie vor bei ihnen liegt. Eltern legen durch eine umsichtige und vernünftige, durch Liebe und Zuwendung, aber auch Grenzen geprägte Erziehung den Grundstein für einen erfolgreichen Weg durch das Bildungssystem. Defizite in der häuslichen Erziehung können die Bildungsinstitutionen nur unzureichend oder gar nicht ausgleichen. ‚Laissez-faire‘, ständiges Nachgeben, egozentrisches Verhalten sowie eine falsch verstandene ‚grenzenlose‘ Erziehung sind ebenso schlechte Ratgeber wie überzogener Medienkonsum. Kinder sind nicht von Natur aus unkonzentriert und ‚zappelig‘.  Die immer häufiger auftretenden logopädischen und motorischen Probleme von SchulanfängerInnen können ihre Ursachen auch in fehlender ‚häuslicher’ Bewegung und Kommunikation haben.

Auf jeden Fall sollte der Medienkonsum von Kindern durch Eltern eingeschränkt und die Auswahl der Sendungen mitbestimmt werden. Ein nach wie vor sehr wichtiger Grundsatz  von Erziehung ist darüber hinaus, Kindern vernünftige, überschaubare Grenzen zu setzen und diese dann möglichst konsequent einzuhalten. Weiterhin sollten Kinder in der Lage sein, geduldig zuhören zu können und nicht durch Zwischenrufe die Kommunikation anderer zu unterbrechen.

Es hilft Kindern nur vordergründig, wenn Eltern, ErzieherInnen und LehrerInnen ihnen alle möglichen Schwierigkeiten aus dem Weg räumen. Sie lernen auf diese Weise nicht, schwierigere Situationen eigenständig zu meistern und sich ‚durchzubeißen‘. Dies sind jedoch Fähigkeiten, die Kinder als zukünftige Erwachsene beim Eintritt in die Berufswelt spätestens erworben haben sollten. Stärken Sie also die Selbstständigkeit Ihres Kindes und vermeiden Sie überzogene Verwöhnung. Dennoch wird es individuell  immer wieder  Probleme geben, die ein Kind nicht selbst lösen kann. In den ErzieherInnen der Kindergärten findet man dann kompetente AnsprechpartnerInnen.

In Hinsicht auf die Schulfähigkeit ist es grundsätzlich empfehlenswert, dass Eltern mit den ErzieherInnen in Kontakt treten und frühzeitig vor Eintritt in die Schule über den Entwicklungsstand und mögliche Probleme ihres Kindes sprechen. Diese können z.B. im sprachlichen Bereich liegen und eine logopädische Behandlung erfordern. Auch Verhaltensprobleme und motorische Schwierigkeiten sollten man mit den ErzieherInnen erörtern und gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten suchen.

Bedenken Sie bitte: Den ersten und wichtigsten Grundstein für ein erfolgreiches Bildungs- und Berufsleben Ihres Kindes legen Sie als Eltern.

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